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Glatzer Festung

Eine der größten Attraktionen in Glatz ist die Festung, die auf einer Anhöhe gelegen, über der Stadt aufragt. Die Glatzer Festung befindet sich auf dem 369m hohen Schlossberg (heute Festungsberg genannt).

Die Festung gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Militärarchitektur in Polen und zu den interessantesten Attraktionen in Niederschlesien. Die städtischen Befestigungen gehören zu den am besten erhaltenen Wehrsystemen des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Festung erstreckt sich auf einem Gebiet von 32 ha, ist 800 Meters lang von Norden nach Süden und 400 Meter breit von Osten nach Westen. Zu dem Komplex gehört neben der Hauptfestung auch die Hilfsfestung (genannt Schäferberg), die sich auf der anderen Seite des Flusses befindet, auch die städtischen Befestigungen und die Stadtmauer.

Früher befand sich an dieser Stelle die Burg, welche eine große strategische Bedeutung in der Region innehatte. Hier kreuzten sich wichtige Handelswege von Süd- nach Nordeuropa, welche Teil der bekannten Bernsteinstraße waren. Aus den Chroniken von Kosmas kann entnommen werden, dass die Glatzer Burg schon im Jahre 981 existierte. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zu einem Schloss, das mehrfach umgebaut wurde und Wehrfunktionen hatte.  Ihre heutige Form verdankt die Festung dem preußischen König Friedrich II. Die Fortifikationsarbeiten des Schlosses wurden in 16./17. Jh. durchgeführt und im 18. Jh. beendet. Die Entwürfe der Festung wurden von bekannten Ingenieuren geplant – im 17. Jh. Valentin von Säbisch und Jakob Carove, im 18. Jh. der holländische Ingenieur Gerhard Cornelius von Walrave, deren Entwürfe von dem preußischen Ingenieur und Kartographen Christian Friedrich von Wrede realisiert wurden. Seit 1775 war für alle Arbeiten Ludwig Wilhelm von Regler verantwortlich. In der 2. Hälfte des 18. Jhs. entstand an der Stelle des Schlosses der Donjon, welcher von einer Kette aus Bastionen, Redouten und Burggräben umringt wird. Der Donjon selbst beinhaltet dreischichtige Kasematten und Lager, die bis zu 20m tief sind. In den Kasematten befanden sich ein Arsenal, eine Apotheke, ein Laboratorium und viele andere Räume für die Besatzung. Des Weiteren entstanden auf dem Gebiet des ehemaligen Schlosses zahlreiche Bastionen (die Hoch-, Tief-, Alarmbastion und Klettenfort). Das Kastell wird von bis zu 10m tiefen Burggräben, die nicht mit Wasser gefüllt waren, umringt.

Ihren Wehrcharakter hat die Festung in der 2. Hälfte des 19. Jhs.  verloren, anschließend wurde sie als Lager und Gefängnis genutzt. In den Verliesen wurden u. a. polnische Soldaten aus dem Januaraufstand (1863) in Polen inhaftiert und während des Zweiten Weltkrieges die Kriegsgefangenen verschiedener Nationalitäten. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges  (1944) wurden auf der Festung durch den  AEG Konzern Rundfunkapparate für U-Boote sowie V1 und V2 Raketen hergestellt. Nach dem Krieg wurde sie als Militärlager genutzt, seit den 50er Jahre bis zu den 90er Jahre nutzte die Weinfabrik die Anlage. Seit 1960 wurde die Festung in das Denkmalregister aufgenommen.

Heute hat die Festung einen typisch touristischen Charakter angenommen. Besichtigen kann man einen großen Teil der Festung. Unvergessene Eindrücke bekommt man bei der Besichtigung der Labyrinthe der Mienengänge. Von dem Schlossberg bietet sich ein wunderschöner Blick auf die ganze Stadt und die Bergketten des Glatzer Landes.

Eine zusätzliche Attraktion ist es das Fort - Klettenfort genannt, das im Jahr  2012 geöffnet wurde. Es wurde ganz saniert und modernisiert. Restauriert wurden die Sälen – Schlafzimmer, Kantine, Kasino, Lazarett, Feldherrkasematte, Schießkasematte. Neue Räume erfüllen Funktionen der Museumspädagogik, sie zeigen das Leben der preußischen Soldaten. Neue Technologien verstärken den Lerneffekt der präsentieren Inhalte.
Eine große Attraktion für Touristen sind die im August organisierte Tage der Glatzer Festung, die an die Militärgeschichte der Festung erinnern. Dargeboten wird die historische Inszenierung der Schlacht um die Festung Glatz. In unmittelbarer Nachbarschaft der Festung stehen sich auf den Gefechtshängen die verfeindeten preußischen und französischen Armeen gegenüber. Vor den Augen der zahlreich erschienenen Zuschauer spielen die Darsteller die dramatischen Ereignisse von vor 200 Jahren detailgetreu nach. Die Luft erzittert vom Donner der Geschützsalven und der Geruch von Schwarzpulver hält sich noch lange, nachdem der letzte Abschuss verhallt ist. Nach der Schlacht können die Touristen an dem Festungsfestmahl teilnehmen. Auf dem Glatzer Ring findet der Festungsjahrmarkt statt, auf dem verschiedene kunsthandwerkliche und regionale Produkte des Glatzer Landes angeboten werden.

Interessantes
Die Kriegsgefangenen in der Festung wurden durch wagemutige Fluchten berühmt. Die bekanntesten sind: - der tschechische Aristokrat Waclaw Kinsky, der im Jahr  1616 aus der Zelle durch den Tunnel in der Wand geflohen ist:, der Ordonnanzoffizier von Friedrich II – Friedrich von der Trenck, der mehrmals fliehen wollte und endlich beim dritten Versuch Erfolg hatte und Karol Eugenius Lux, der französische Geheimagent, der in der Nacht im Dezember 1911, die Zelle mit dem Dietrich geöffnet hat… und Kłodzko mit dem Zug nach Bad Kudowa – Nachod – Wien verlassen hat.

Öffnungszeiten:
November bis März: 9-15 Uhr (15.00 Uhr letzter Einlass. Eine Stunde Besichtigung, um 16.00 Uhr Schließen der Festung)
April bis Oktober: 9-18 Uhr (18.00 Uhr letzter Einlass. Eine Stunde Besichtigung, um 16.00 Uhr Schließen der Festung)

Wichtige Informationen: www.twierdza.klodzko.pl

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